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Aroniabeere – höchster Polyphenolanteil aller Beeren

Aroniabeere – höchster Polyphenolanteil aller Beeren
Die Aroniabeere ist reich an Polyphenolen, den „Vitaminen des 21. Jahrhunderts“. Verständlich, wenn deshalb der Bedarf an der Beere wächst, der man gesundheitsfördende Eigenschaften nachsagt.
Im Jahr 2013 wurden wurden knapp 400 Tonnen Aroniabeeren geerntet, teilt das Statistische Bundesamt mit. Das Bundesland Sachsen ist dabei das mit Abstand wichtigste Erzeugerland für die Strauchbeere: Von hier kommen nahezu 57 % der Gesamtmenge; die Anbaufläche in der Bundesrepublik beträgt 200 Hektar, also 2 Quadratkilometer (eine Fläche von zwei Kilometern Länge und einem Kilometer Breite).

Der Aroniabeere wird aufgrund ihrer Inhaltsstoffe häufig eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben. Der hohe Anteil an Polyphenolen macht sie einzigartig unter den Beeren: Keine andere Beere besitzt eine so hohe Konzentration an Anthocyanen und OPC. Dabei hat die Aroniabeere ihre Karriere auf ganz anderem Gebiet gestartet.

Um die Wende zum 20. Jahrhundert brachte Iwan W. Mitschurin die Pflanze nach Russland. Mitschurin galt im Zarenreich als Obstbaupionier. Ihm ist es zu verdanken, dass die Pflanze ab den 50-er Jahren in der gesamten Gebiet der Sowjetunion (UdSSR) verbreitet war. Ja, im gesamten Gebiet, denn die Aroniabeere ist frostresistent – und das war es, was Mitschurin zunächst interessiert hatte.

Anfangs wurde die Beere als Farbstoff in der Lebensmittelindustrie verwendet, doch 1959 erfolgte der Aufstieg in den „Adelsstand“ einer Pflanze: Mit dem Beschluss des Gesundheitsministeriums der UdSSR wurde die Aroniabeere als Heilmittel zugelassen, etwa bei Bluthochdruck und Arteriosklerose.

Aroniabeere – ein Kraftzwerg

Beeren sind seit jeher ein hochwertiger Bestandteil der Ernährung. Als Vitalstoffbringer der Sonderklasse bereichern sie unsere Nahrung mit zahlreichen Vitamine, Mineralien und Pflanzenstoffen; sie liefern einen hohen Anteil an Ballaststoffen und sind arm an Fruchtzucker.

Die Aroniabeere wird vor allem verarbeitet verwendet und findet sich zum Beispiel in Säften oder Konfitüren.

Inhaltsstoffe der Aroniabeere

Vitamine
Vitamin C, K, E (für das Immunsystem, den Zellschutz, die Blutgerinnung, die Durchblutung)
Provitamin A für die Augen
Folsäure
B-Vitamine (für den Stoffwechsel)

Mineralien
Kalium (für den Stoffwechsel und den Wasserhaushalt)
Zink (für das Immunsystem)
Eisen (fürs Blut)
Mangan (Enzyme und Knochen)

Polyphenole
Anthocyane (rot-blaue Pflanzenfarbstoffe)
OPC (farblose Pflanzenstoffe)

In 100 g der Aroniabeere stecken 664 mg Anthocyane und 1480 mg OPC – die nächstplatzierte Holunderbeere bringt es dagegen nur auf 17 mg Anthocyane und 1370 mg OPC.

Quelle: BFA für Ernährung

Ein paar Daten über Polyphenole und ihre Gegner,
die freien Radikale

Polyphenole gehören zu der Gruppe der sekundären Pflanzenfarbstoffe (auch Phytamine genannt). Man bescheinigt ihnen eine blutdrucksenkende, verdauungsfördernde und sogar krebshemmende Wirkung.

Polyphenole schützen den menschlichen Körper vor den sogenannten freien radikalen Radikalen. Freie Radikale schädigen unsere Zellen. Sie beschleunigen Alterungsprozesse, sie mindern unsere Leistungsfähigkeit, und sie fördern die Entstehung von Krebs, Herz-Kreislaufkomplikationen, Gelenkbeschwerden, Augen- und Nervenleiden. Hier setzen Polyphenole an, von denen man sagt, sie „fangen“ die freien Radikale ein.

Freie Radikale entstehen ganz natürlich beim Atmen und werden durch Umwelteinflüsse begünstigt. Bei einem Übergewicht an freien Radikalen und einem zu wenig an Antioxidantien (den Radikalfängern) im Körper spricht man von oxidativem Stress mit den oben beschriebenen Folgen.

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