Select Page

Basisinformationen zur Astrologie: von Widder bis Fische

Basisinformationen zur Astrologie: von Widder bis Fische

Der Psychologe Claus Riemann arbeitet als Therapeut und Astrologe. Sein Wissen fließt beispielhaft in dem Buch zusammen 12 Gesichter der Depression. Für ein besseres Verständnis dieser Zusammenhänge hier einige Basisinformationen zur Astrologie.

Zwölf Prinzipien der Sternzeichen

Überall auf der Welt gibt es Formen der Astrologie. „Unsere“ Astrologie, die wir in der westlichen Welt verwenden, stammt vermutlich aus Babylonien. Schon damals konnten Sternenkundige und Wissenschaftler exakt bestimmen, wann ein Jahr begann, genauer: wann der jährliche Zyklus erneut begann.

Den Ablauf eines Jahres teilten sie in zwölf gleich große Abschnitte: Jedes Mal bei Neumond trat eine neue Zeitqualität ins Leben. Dieser Zeitqualität gaben sie die Namen jener Sternzeichen, in dem Mond und Sonne sich im Moment des Neumonds befanden. Die Abfolge dachten sie sich als ein Band um die Erde weit draußen am Firmament: den Tierkreis. Sie dachten es sich – sie behaupteten es nicht.

Den Beginn der Tierkreiszeichen legten sie auf jenen Moment fest, wenn die Sonne über den Äquator wandert: etwa um den 21. März. Dann sind Tag und Nacht gleichlang, weswegen dieser Tag auch Frühlingstagundnachtgleiche heißt. In diesem Moment beginnt das Jahr mit dem Zeitabschnitt namens Widder.

Die Sternzeichen der ersten Jahreshälfte im astrologischen Kalender

Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau

Erstes Prinzip: Sternzeichen Widder

Im Frühjahr bricht die Pflanze durch die Krume. Menschen, die im Zeitraum des Widders geboren sind, tragen also den Aufbruchsimpuls in sich – sie wollen mit dem Kopf durch die Wand. Ohne zurückzuschauen, ohne Rück-Sicht treten sie im Leben auf, sind also im Wortsinn: rücksichts-los.

Zweites Prinzip: Sternzeichen Stier

Nun, nach dem dramatischen Kampf, dem Durchbruch ins Leben, wie es im Widder symbolisiert wird, gilt es, festen Boden unter die Füße zu bekommen, bevor man weggeschwemmt wird. Das geschieht im Sternzeichen Stier, weswegen der Stier auch als bodenständig bis stur eingeschätzt wird.

Drittes Prinzip: Sternzeichen Zwillinge

Mit dem Stier hat sich der Mensch niedergelassen – im Sternzeichen Zwillinge erforscht er die Umwelt, und er bekommt den „Stempel“, neugierig zu sein.

Viertes Prinzip: Sternzeichen Krebs

Hat der Zwilling seine Umgebung erforscht, wendet sich der Krebs nach innen: Er erforscht die Seele. Hier steckt der tiefere Grund für die seelische Stärke des Sternzeichens Krebs.

Fünftes Prinzip: Sternzeichen Löwe

Geht es dem Krebs um Innerlichkeit, muss der Löwe hinaus – am besten auf jede Bühne, die das Leben ihm bietet. Ist keine Bühne vorhanden – macht nichts! Dann stellt sich der Löwe mit volltönender Stimme in die Mitte des Saals. Der Löwe will sehen und gesehen werden – ihm geht es um die Selbstdarstellung, er ist ein Ausdruck der Freude des Lebens.

Sechstes Prinzip: Sternzeichen Jungfrau

Dem Zeichen Jungfrau ist das Hemmungslose des Löwen suspekt, die Jungfrau beobachtet vorsichtig ihre Umwelt und versucht sich anzupassen! Die Anpassungsfähigkeit der Jungfrau ist auch der tiefere Grund, warum sie so gerne penibel ist: rein, sauber, akribisch bis hin zum Putzfimmel!

Die Sternzeichen der zweiten Hälfte im astrologischen Jahresablauf

Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann, Fische

Siebtes Prinzip: Sternzeichen Waage

Das Zeichen Jungfrau steht für Anpassung an die Bedingungen des Lebens, die Waage hingegen sucht die Ergänzung. Im Gegenüber erkennt sie die Ergänzung – und Ergänzung wird oft falsch übersetzt mit der Harmoniesucht der Waage. Ihre Unentschlossenheit bezieht das Sternzeichen Waage (bzw. die unter diesem Zeichen Geborenen) aus ihrem Verständnis für alles und jeden.

Achtes Prinzip: Sternzeichen Skorpion

Der Waage gilt Harmonie als oberste Maxime – damit kann das Zeichen Skorpion wenig anfangen. Ihn beschäftigt der Blick hinter die Kulissen; Herunterreißen von Masken ist ihm ein Herzensanliegen. Und deshalb, weil der Skorpion sich mit Geheimnissen beschäftigt und Tabus, mit Tod und Sexualität, nennt man Skorpion das dämonische Zeichen.

Neuntes Prinzip: Sternzeichen Schütze

Geht der Skorpion dorthin, wo die Geheimnisse schlummern und er Verborgenes vermutet (also nach innen), kommt mit dem Zeichen Schütze wieder eine Gegenbewegung: Vertreter des Zeichens Schütze wollen hoch und weit hinaus: in die Moral, in die Ferne, in unerreichbare Gefilde. Da fühlen sie sich am wohlsten.

Zehntes Prinzip: Sternzeichen Steinbock

Der Steinbock wiederum ist von entgegengesetztem Naturell: Nicht irgendwelchen Ideologien gilt seine ganze Zuwendung – nur dem Werk, der Aufgabe (aber auch das kann er natürlich als Ideologie missbrauchen). Sie kennen so einen typischen Steinbock-Vertreter: Altbundeskanzler Helmut Schmidt (geboren 23. Dezember 1918) verstand und versteht sich als erster Diener seines Amtes!

Elftes Prinzip: Sternzeichen Wassermann

Erneut braucht es ein Gegenprinzip, und das tritt ins Leben mit dem Tierkreiszeichen Wassermann. Der Wassermann fürchtet und meidet alles, was Dienen und Fron ist, die Fesselung an eine Aufgabe empfindet er als Sklaverei, weswegen er für unbedingte Freiheit und Individualität eintritt – oder für Bindungs- oder Beziehungslosigkeit.

Zwölftes Prinzip: Sternzeichen Fische

Und schließlich repräsentieren natürlich auch die Fische eine Gegenbewegung. Der Individualitätszwang des Wassermanns ist dem Zeichen Fischen fremd, die einzelne Person gilt ihm nicht viel. Fische sehen sich im Grenzenlosen am besten aufgehoben. Die im Zeichen Fische Geborenen sehnen sich nach Verschmelzung (was sie geradezu harmoniebesessen und verständnisvoll macht), ein Fisch ist somit das empfindsamste und weichste Zeichen im gesamten Tierkreis – bevor mit dem harten, schnellen, aggressiven Widder der Zyklus erneut von vorne beginnt.

Ein paar Einschränkungen

So viel als Einstimmung, wie das Naturell, das Temperament der jeweiligen Sternzeichen entstanden ist. (Ein Mensch wird selbstverständlich nicht nur durch den Stand der Sonne, also sein Sternzeichen, definiert; das behauptet nicht einmal die Astrologie.)

Das Geburtszeichen, also das Sternzeichen, steht für die Dynamik des individuellen Handelns: von der Rücksichtslosigkeit des Widders bis hin zur Nachgebigkeit des Zeichens Fische.

Die Gefühlswelt wird über die Stellung des Mondes beschrieben, der Intellekt durch Merkur, Behauptung durch Mars, Hingabe durch Venus … all dies aber sei mit der Einschränkung genannt, die für jede Auswahl gilt: Jeder Planet besitzt weitaus vielfältigere Aspekte und damit Ansätze für eine Deutung.

Was genau macht Riemann in seinem Buch?

Riemann führt weiter aus, was hier nur angerissen wird. Er beschreibt das Erleben des individuellen Sternzeichens im Kindes-, ja sogar Wiegenalter; er berücksichtigt die unterschiedlichen Empfindungen von Mann und Frau, und er nennt Hinweise auf heilsame Ansätze: Literatur (auffällig sind die vielen Märchen), Therapieformen, Eigenbehandlungen.

Ganz nah an der Realität erlebt man den Psychologen Riemann immer dann, wenn er aus seiner Praxis erzählt als Astrologe und Therapeut – wie zum Beispiel im Kapitel Widder mit der Geschichte von der Frau mit den roten Schuhen.

Verwandte Themen auf sanawiki.de

Links, Hinweise und Bezugsmöglichkeiten zur genannten Literatur

Abriss über die Spezifika der ersten vier Tierkreiszeichen und ihrer typischen Depressionserscheinungen: die Gesichter der Depression bei Widder, Stier, Zwillinge und Krebs.

Hier finden Sie die Depressions-Charakteristika der Zeichen Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion.

Beitrag über die Gesichter der Depression bei Schütze, Steinbock, Wassermann, Fische.

Bücher von Claus Riemann
12 Gesichter der Depression – 12 Wege der Heilung

Der tiefe Brunnen

Bücher von Fritz Riemann
Lebenshilfe Astrologie: Gedanken und Erfahrungen

Grundformen der Angst: Eine tiefenpsychologische Studie

Die Fähigkeit zu lieben

Die Kunst des Alterns: Reifen und Loslassen

Fritz Riemann auf YouTube
Ausschnitt aus dem Buch „Grundformen der Angst“

About The Author

Leave a reply