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Bluthochdruck und Therapie

Bluthochdruck und Therapie

Er gilt als „Killer“ unserer Zeit, doch den Gefahren des Bluthochdrucks kann man wirksam begegnen. Wichtigster Tipp: Miss deinen Blutdruck! Allerwichtigster Tipp: Regelmäßig!

Der Bluthochdruck (medizinisch Hypertonie) ist ein Risikofaktor unseres Lebens. Nur selten erscheint er als Folge einer anderen Erkrankung. Hypertonie entsteht, weil die komplizierte Wechselwirkung gestört ist, die zwischen den beteiligten „Druckregulierern“ herrscht.

Welche Gründe ursächlich sind für die Störung, weiß die Wissenschaft nicht so genau, aber es gibt Verdächtige.

Zu den Faktoren, die den Bluthochdruck begünstigen (also nicht unbedingt auslösen), zählen Punkte, an denen wir „unschuldig“ sind, für die wir nichts können: Erbanlagen, Alter und Geschlecht lassen sich von uns nicht beeinflussen. Es gibt aber gravierende Faktoren, auf die wir immensen Einfluss haben. Dazu zählen ungünstige Lebensgewohnheiten wie Stress und/oder zu wenig Bewegung, und es zählt dazu eine ungesunde Ernährung.

Was Bluthochdruck ist und wie er entstehen kann, beschreibt der Beitrag in unserem Magazin Bluthochdruck – eine Einführung.

Hier, in diesem Artikel, erhalten Sie Hinweise auf die Behandlung, auf die Therapie bei Hypertonie, und auf die Prophylaxe, also auf die Vorsorge.

Wie messe ich den Blutdruck?

Das Heimtückische an der Hypertonie: Sie etabliert sich unbemerkt, sie verursacht kaum Beschwerden. Sie macht sich nicht durch Schmerzen bemerkbar, allenfalls spürt man manchmal einen leichten Schwindel, Kopfschmerzen, Nervosität, Ohrensausen oder hat ein gerötetes Gesicht – nichts, was besorgniserregend erscheint oder zwangsläufig auf einen Hochdruck zurückgeführt wird.

Manch einer reagiert bei Bluthochdruck vielleicht aufbrausend, dann aber ist die Hypertonie oft schon seit längerer Zeit am Werk: Sie hat das Kommando über den Kreislauf „übernommen“.

Das Allerbeste, was Sie also tun können, ist eine regelmäßige Kontrolle Ihres Blutdrucks. Dazu müssen Sie nicht jedes Mal zum Arzt! Sie können die Messungen selbst durchführen. Im Handel finden Sie ganz unterschiedliche Typen von Blutdruckmessgeräten: halbautomatische und manuelle Geräte. Die preiswerten Ausführungen sind in der Regel nicht geeicht, das bedeutet: Sie wissen nicht, ob der angezeigte Wert zu hoch oder zu niedrig ist oder doch exakt.

Da diese Geräte aber immer falsche Werte produzieren, können Sie auf jeden Fall einen Trend beobachten, auch wenn Sie nicht wirklich wissen, ob der systolische Wert nun tatsächlich 140 mm Hg beträgt. Zuverlässiger, aber auch teurer, sind da immer noch die manuellen Geräte, wie sie auch in den meisten Praxen zum Einsatz kommen.

So messen Sie Ihren Blutdruck

Gemessen wird auf jeden Fall der Blutdruck in Ruhe.

  • Setzen Sie sich, geben Sie Ihrem Kreislauf drei Minuten Zeit, sich zu normalisieren, kommen Sie zur Ruhe.
  • Dann messen Sie den Blutdruck. Legen Sie dazu den Unterarm, an dem Sie messen wollen, auf Herzhöhe – vielleicht auf einen Tisch.
  • Notieren Sie den gemessenen Wert.
  • Nach etwa drei Minuten wiederholen Sie die Messung, und wenn Sie es besonders gründlich tun wollen, messen Sie auch noch ein drittes Mal.

Den mittleren der drei gemessenen Werte tragen Sie in ein Büchlein ein; vielleicht nutzen Sie auch eine App (im Apple Store unter der Rubrik Medizin, Suchwort: Blutdruck), mit deren Hilfe Sie immer informiert sind über den Zustand Ihres Kreislaufs.

Was kann ich selbst tun?

Die regelmäßige Messung Ihres Blutdrucks ist die erste und wichtigste Maßnahme. Als zweites nehmen Sie Ihre Lebensgewohnheiten unter die Lupe.

Bewegen Sie sich ausreichend?
Gehen ist eine der heilsamsten Antworten auf fast jede Situation. Gehen hat mit Achtsamkeit zu tun, Gehen ist ein „menschliches“ Maß, Gehen verbindet mit der Umwelt. Gehen verbraucht Kalorien und hält den Körper geschmeidig.

Haben Sie Übergewicht?
Jedes Kilo zu viel kostet Ihren Kreislauf Kraft (und nicht nur die Muskeln, die Bänder und die Knochen). Eine Faustregel sagt, dass für jedes Kilogramm weniger der Blutdruck um 2 bis 5 mm Hg sinken kann. Nehmen Sie 10 Kilogramm ab, sinkt er um bis zu 50 mm Hg! Wenn Sie ansonsten keine Risikofaktoren in Ihrem Leben haben, könnten Sie allein mit dieser Maßnahme den Hochdruck unter Kontrolle bringen.

Essen Sie das Richtige?
Um abzunehmen, muss man meist seine Gewohnheiten am Tisch ändern. Langsam essen, wenig essen, das Richtige essen – mehr ist es nicht.

Die Umstellung bedeutet für manch einen von uns Stress. Stress aber treibt den Blutdruck in die Höhe. Gehen Sie deshalb nicht allzu kritisch mit sich um, und setzen Sie sich keine Ziele, die zwar gut klingen, aber unerreichbar sind. Freuen Sie sich ganz bewusst, wenn es Ihnen gelingt, allmählich aus dem Fahrwasser der Vergangenheit herauszufinden. Schaffen Sie sich Bilder, die den Erfolg stützen. Vielleicht waren Sie bisher ein Ozeanriese auf voller Fahrt. Ein Dampfer braucht Platz und Zeit, bis er sich auf neuen Kurs begeben hat. Denken Sie an die Titanic. Und noch eines: Beten Sie Ihre Waage nicht an!

Trinken Sie Alkohol?
Alkohol aktiviert die sympathischen Nerven. Die wiederum schütten die Hormone Adrenalin und Noradrenalin aus, beides blutdrucksteigernde Hormone. Ob Sie zu viel trinken oder nicht, darauf können nur Sie selbst sich die Antwort geben; Sie allein wissen das in aller Regel selbst am besten.

Rauchen Sie?
Nikotin ist ein Nervengift. Rauchen verengt die Blutgefäße – in engen Gefäßen herrscht ein höherer Druck.

Behandlung der Hypertonie aus schulmedizinischer Sicht

Wenn die Diagnose Hypertonie steht, wird der Schulmediziner in aller Regel ein Medikament empfehlen. Die heute verfügbaren Arzneien sind sehr wirksam, aber auch nicht frei von Nebenwirkungen. Es kann etwas dauern, bis das für Sie beste Mittel gefunden ist, nicht selten besteht die Therapie aus der gleichzeitigen Gabe mehrerer der folgenden Medikamente:

  • Mittel, die die Gefäße erweitern und dadurch eine Blutdrucksenkung herbeiführen (ACE- und Angiotensin-II-Rezeptor-Hemmer)
  • Mittel, die den Ausstoß von Urin erhöhen (Diuretika) und dadurch Flüssigkeit und Salze aus dem Körper schwemmen, wodurch das Blutvolumen sinkt und in der Folge der Blutdruck
  • Mittel, die die Gefäßwände entspannen (Alphablocker)
  • Mittel, die das Herz langsamer schlagen lassen, weil sie die Ausschüttung der Hormone Adrenalin und Noradrenalin unterdrücken (Betablocker)
  • Mittel, die für Entspannung bei den Gefäßen und Herzmuskelzellen sorgen (Kalziumblocker).

Behandlung der Hypertonie
aus informationsmedizinischer Sicht

Feinstoffliche Therapien wie die Aromatherapie nutzen Massagen und Bäder mit milden Temperaturen (zu heiße Temperaturen erhöhen den Blutdruck, weswegen Sie sich unbedingt erst Rat holen sollten, bevor Sie beispielsweise eine Sauna besuchen – auch wenn der Ruhe- und Entspannungseffekt der heißen Umgebung ein gutes Mittel sein könnte). Als Zusätze kommen Lavendel in Frage, Ylang-Ylang und Majoran.

Wenn Stress als Verursacher für die Hypertonie in Frage kommt, findet man in der Bachblütentherapie einen Verbündeten: Holly (wenn Sie ein gereizter Typ sind), Elm (bei Leistungsdruck), Cherry Plum (bei hoher emotionaler Belastung).

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