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Die Neurodermitis hat im Herbst Hochsaison

Die Neurodermitis hat im Herbst Hochsaison

Mehr als drei Millionen Menschen leiden allein in Deutschland an der Krankheit, die ihre ersten Symptome bereits im Säuglingsalter zeigt. Trotz dieser großen Zahl von Betroffenen: Noch immer weitgehend unbekannt sind die Ursachen für die Entstehung von Neurodermitis.

Wie erkennt man eine Neurodermitis?

Typische Symptome der Neurodermitis sind

  • eine trockene und rissige Haut (besonders an den Handgelenken und in den Arm- und Kniebeugen, manchmal auch auf der Kopfhaut)
  • ein quälender Juckreiz in den akuten Phasen
  • Hautrötung
  • Bläschen- und Schuppenbildung.

Die trockene, rissige Haut mit den verschorften Schuppen sieht unansehnlich aus. Wer mit Neurodermitis geplagt ist, leidet nicht nur körperlich unter den Symptomen, sondern auch seelisch unter der (hässlichen) Veränderung der Haut. Starke Neurodermitis ist wie ein Stigma, das die Betroffenen ausgrenzt: Nicht wenige Menschen schämen sich und schränken ihre Kontakte, ihr soziales Leben ein. Im Extremfall führt das zu Vereinsamung – Vereinsamung wiederum verstärkt die Symptome.

Auslösende Momente für Neurodermitis

Auch wenn die genauen Ursachen für die Krankheit unbekannt sind, so ist sich die Medizin sicher, dass mehrere Faktoren eine Rolle spielen. Stress intensiviert die Symptome, ja lässt sie sogar erst zum Vorschein kommen. Allergien oder psychische Probleme scheinen eine große Rolle zu spielen. In der Regel besteht eine genetische Veranlagung für die Neurodermitis.

Und auch die Jahreszeiten haben Einfluss: In den Herbst- und Wintermonaten verschlimmern sich die Symptome. Die anfällige Haut der Patienten reagiert empfindlich auf Reize von außen. Draußen ist es kühler, weswegen man sich wärmer anzieht und weniger frische Luft an die Haut gelangt. Hausstaubmilben setzen der Haut zu, vor allem aber fördert trockene Heizungsluft die Ekzeme (die juckende Hautreizung, die zu einer Entzündung führen kann).

Konsequente Hautpflege: das A und O für Neurodermitiker

Die trockene Haut der Neurodermitiker muss besonders in den kritischen Phasen beständig mit Feuchtigkeit versorgt werden; das wird als Basispflege bezeichnet.

Cremes, Salben oder Lotionen sollten möglichst keine speziellen Wirkstoffe (wie beispielsweise Kortison) enthalten. Wenn sich der Zustand der Haut bessert (oder auch verschlimmert), muss die Pflege diesem Zustand angepasst werden.

Wichtig: Cremen Sie Ihre Haut auch dann ein, wenn sie gerade einmal nicht von Hauptproblemen betroffen sind!

Normalerweise verbessert die Basispflege das Hautbild. Die schubfreien Intervalle werden länger; Medikamente, wie zum Beispiel Kortison, können reduziert werden.

Therapien bei Neurodermitis

Wie in vielen anderen Fällen auch, kann die Schulmedizin sehr rasch für Erleichterung sorgen und den Patienten Linderung verschaffen. Alternative Therapien wie die ayurvedische Medizin, die Homöopathie, die traditionelle chinesische Medizin oder die Phytotherapie sind mindestens genauso wirksam, brauchen aber in der Regel etwas länger, bevor sich der Erfolg einstellt.

Neurodermitis ist eine chronische Krankheit: Sie bricht immer wieder aus. In den Schubphasen können und sollen die Gegenmaßnahmen intensiv sein, langfristig aber bewähren sich Strategien, die Sie zusammen mit Ihrem Therapeuten entwickeln, um die Neurodermitis in Schach zu halten.

Generell wichtig für die von Neurodermitis Betroffenen ist eine gesunde Lebensführung. Im Säuglingsalter ist das Stillen die beste Prophylaxe (Vorbeugung); Kinder aus einer erblich belasteten Familie sollten möglichst lange gestillt werden – das heißt durchaus auch länger als ein Jahr.

In Deutschland gibt es einige wenige Kliniken, die auf die Behandlung von Eltern und Kindern mit Neurodermitis spezialisiert sind. Hier kommen überwiegend ganzheitliche Methoden zum Einsatz mit guten Behandlungserfolgen.

 

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