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Heuschnupfen und die verschiedenen Therapien

Heuschnupfen und die verschiedenen Therapien

Wenn die Nase läuft, die Augen jucken und tränen, wenn das Niesen nicht mehr enden will, ist es meist schon zu spät: Dann hat der Heuschnupfen vom Patienten Besitz ergriffen. Infos über die Bekämpfung der lästigen Krankheit.

Der Heuschnupfen ist keine Krankheit, sondern ein Symptom, also eine Erscheinung, ein Anzeichen: Die Symptome des Heuschnupfens (tränende Augen, Niesen, laufende Nasen) zeigen an, dass der Körper mit einer Allergie zu kämpfen hat.

Auslöser dieser Symptome sind Allergien im Bereich der oberen Atemwege und eine übertriebene Reaktion des Immunsystems auf im Grunde harmlose Proteine, die Pollen.

Wie die unterschiedlichen Medizinrichtungen gegen den Heuschnupfen vorgehen, erfahren Sie in diesem Beitrag: Auskünfte von der Allergologie, der Traditionellen Chinesischen Medizin, von Kneipp und Schüßler.

Allergologie

Die Allergologie befasst sich mit den Allergien, also deren Entstehung, Ausprägung, Verlauf und Behandlung. Es handelt sich um eine sehr spezielle medizinische Richtung, meist erwerben Fachärzte anderer Richtungen eine Zusatzqualifikation zum Allergologen (HNO, Kinderarzt, Lungenfacharzt, Hautarzt).

Gegen die allergische Reaktion des Körpers auf die Pollen hilft aus Sicht der Allergologen eine Hyposensibilisierung. Die Hyposensibilisierung soll die körpereigenen Abwehrkräfte stärken, damit sie nicht so leicht aus dem Konzept gebracht werden bei einem Angriff durch die Pollen.

Bei der Hyposensibilisierung verabreicht der Allergologe dem Patienten jene Allergene, die den Heuschnupfen auslösen. Mit jeder Anwendung wird die Dosis erhöht, sodass der Körper sich allmählich an die Angreifer gewöhnt. Seine Abwehrkräfte steigen, seine Toleranz gegenüber den Auslösern wird erhöht. Die Behandlung erfolgt per Impfung oder mit Hilfe von Tropfen bzw. Tabletten

Die Hyposensibilisierung ist die einzige Therapieform, die die Ursache des Heuschnupfens bekämpft.

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

In der TCM werden sehr viele Krankheitserscheinungen über die Nahrung behandelt. Oft kommen hier Tees zum Einsatz, beim Heuschnupfen beispielsweise kann eine Teemischung aus Pfefferminzblättern, Magnolienblüten und Chrysanthemenblüten vom Arzt empfohlen werden. Diese Teemischung soll in kleinen Schlucken getrunken werden.

In der TCM wird der Heuschnupfen als Wind beschrieben, die geröteten Augen als Hitze und die Schwellung der Schleimhäute als Nässe. Gegen die Schwellung hilft der Verzicht auf Milchprodukte, da diese zusätzlich verschleimen.

Auch Akupressur kann hilfreich sein: Die kleine Mulde an den inneren Enden der Augenbrauen heißt Sammeln von Bambus; sie reagiert sensibel auf Druck und lindert die Beschwerden durch tränende und juckende Augen.

Auch die Akupunktur wird als Heilmittel gegen den Heuschnupfen eingesetzt; zehn bis 15 Sitzungen sind angeraten.

Mit Schüßler-Salzen gegen den Heuschnupfen

Schüßler-Salze stellen die Regenerationsfähigkeit des Körpers her. Dadurch sind sie besonders wertvoll in der vorbeugenden, in der präventiven Behandlung. Wer den Pollenflugkalender beobachtet, kann sich also rechtzeitig durch die Gabe der entsprechenden Schüßler-Salze gegen die allergische Reaktion seines Körpers wappnen. In der Präventivphase kommt das Schüßler-Salz Nr 2 Calcium phosphoricum zum Einsatz.

Auch in der Akutphase helfen die Schüßler-Salze

  • Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12 (gegen Entzündungen, die wegen der vermehrten Flüssigkeit entstanden sind)
  • Nr. 4 Kalium chloratum D6 und Nr. 8 Natrium chloratum D6 (lassen die Schleimhäute abschwellen und regulieren die Flüssigkeitsbildung).

Eine Kur mit Schüßler-Salzen zeigt keinerlei Nebenwirkungen, die Salze reagieren auch nicht mit anderen Substanzen. Die Kur sollte mindestens drei Monate durchgeführt werden.

Kneipp

Maßnahmen nach den altehrwürdigen Empfehlungen des Pfarrers und Hydrotherapeuten Sebastian Kneipp zählen zu den Physikalischen Therapien. Bei Heuschnupfen kann sie andere Therapiemaßnahmen unterstützend begleiten.

Eine Hydrotherapie mit warmen und kalten Wasseraufgüssen regeneriert und stärkt den Körper – Wechselfußbäder üben einen Einfluss auf die arteriellen Blutgefäße aus; der positive Einfluss soll den Nasen-Rachen-Raum entlasten.

Ein zweiter Therapieweg besteht in täglichen kalten Duschen der Unterschenkel bis eine Handbreit über dem Knie. Wenn die Beine sich kalt anfühlen, beendet man die Dusche. Nach etwa vier Wochen werden die Nebennieren deutlich angeregt und schütten das Hormon ACTH aus. ACTH reguliert den Wasser- und Elektrolytstoffwechsel, es lässt den körpereigenen Kortisonspiegel steigen und stärkt somit die Immunabwehr.

Heuschnupfen zeigt die immerselben Symptome, ist aber eine verhältnismäßig individuelle Krankheit. Wer vom Heuschnupfen geplagt wird, kann durch sein persönliches Verhalten viel beisteuern für einen schwächeren Verlauf.

Empfohlen werden

  • Lassen Sie sich auf sämtliche Allergene testen! Wer auf Borkenpollen allergisch reagiert, besitzt oft eine sogenannte Kreuzallergie gegen Äpfel, Nüsse und Steinobst.
  • Abends duschen und Haare waschen, damit man pollenfrei schläft.
  • Kleidung am besten außerhalb des Schlafzimmers ausziehen und deponieren.
  • Die Pollenkonzentration ist auf dem Land am Morgen am höchsten – in der Stadt hingegen am Abend. Lüften Sie deshalb Ihre Zimmer in der Stadt am Morgen und auf dem Land am Abend.
  • Beim Autofahren Fenster geschlossen halten. Fassen Sie den Einbau einer speziellen Klimaanlage ins Auge, es gibt Pollenfilter, die einmal jährlich gewechselt werden müssen.
  • Nutzen Sie Staubsauger mit Hepa-Filtersystemen; dieser Filter hält Feinstaub und Allergene Partikel zurück.

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