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Zahl der Woche: 67 Prozent für aktive Sterbehilfe

Zahl der Woche: 67 Prozent für aktive Sterbehilfe

Die persönliche Freiheit ist ein hohes, manchmal auch überstrapaziertes Gut in unserer (westlichen) Welt; wir mögen es gar nicht, wenn man in unsere Pläne hineinredet, in unsere Absichten, Wünsche, Vorstellungen. Nur beim Übertritt vom Leben in den Tod haben wir keine Wahl: Noch müssen wir sterben, wie es kommt.

Wie wollen wir leben, wie wollen wir sterben? Wachsende Mehrheit für aktive Sterbehilfe

Dass dem so ist, gefällt immer weniger Menschen. Im Jahr 2008, so fand das Allensbach Institut damals heraus, sprachen sich 58 Prozent für die Möglichkeit der aktiven Sterbehilfe in Deutschland aus.

Heute nun, sechs Jahre später, wurde die Umfrage wiederholt. Und die Botschaft ist eindeutig: Mittlerweile darf man bei zwei Drittel der Deutschen vermuten, dass sie für eine aktive Sterbehilfe sind: 67 Prozent sprechen sich dafür aus, aktive Sterbehilfe in Deutschland zu erlauben. Die Mehrheit steht der Frage offen gegenüber, ob man schwerstkranken Menschen auf deren Wunsch hin aktiv Sterbehilfe gewähren solle.

Dies ist ein Typoblindtext. An ihm kann man sehen, ob alle Buchstaben da sind und wie sie aussehen.

Aktive Sterbehilfe heißt: Jemand muss, jemand darf töten

Deutlich mehr als die Hälfte der Bürger stimmt auch für die Zulassung von privaten Sterbehilfe-Organisationen, wie sie etwa in der Schweiz zugelassen sind, in Belgien oder den Niederlanden. 60 Prozent sind der Ansicht: Es soll erlaubt sein, dass private Sterbehilfe-Organisationen unheilbar kranke Menschen bei der Selbsttötung unterstützen. Lediglich jeder fünfte meint: Solche Organisationen sollten verboten bleiben.

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Zustimmung zur aktiven sterbehilfe über alle Unterschiede hinweg

Die Zustimmung zur aktiven Sterbehilfe geht quer durch die Bevölkerungsschichten, weitestgehend unabhängig von Geschlecht, Alter, Bildung oder Konfessionszugehörigkeit.

So sind 70 Prozent der Männer und 65 Prozent der Frauen für die Möglichkeit einer aktiven Sterbehilfe; in den verschiedenen Generationen sind es zwischen 65 und 68 Prozent. Auch die Schulbildung hat kaum eine Auswirkung: Mit 64 bis 70 Prozent stimmt eine große Mehrheit dafür, dass schwerkranke Menschen dabei unterstützt werden dürfen, ihr Leben auf eigenen Wunsch hin zu beenden.

Unter Katholiken und Protestanten ist jeweils eine große Mehrheit für die aktive Sterbehilfe. Weniger eindeutig ist das Bild lediglich bei den regelmäßigen Kirchgängern; von ihnen sind 39 Prozent für, 33 Prozent aber gegen die aktive Sterbehilfe.

Zustimmung zur passiven Sterbehilfe noch größer als Akzeptanz für aktive Sterbehilfe

Dass ein Arzt lebensverlängernde Maßnahmen beenden kann, wenn der Patient dies ausdrücklich wünscht, ist für noch mehr Menschen eine wünschenswerte Alternative als die aktive Sterbehilfe. Derzeit sprechen sich 78 Prozent für und nur sieben Prozent gegen diese Form der Sterbehilfe aus. Damit entspricht die Zustimmung in etwa dem Niveau, das auch über die letzten Jahre zu messen war, als sich zwischen 72 Prozent und 80 Prozent der Bevölkerung für die passive Sterbehilfe aussprachen.

Wie bei der aktiven Sterbehilfe gibt es kaum Unterschiede zwischen den verschiedenen Gruppen. Im Fall der passiven Sterbehilfe spricht sich auch die überwältigende Mehrheit der regelmäßigen Kirchgänger für deren Zulässigkeit aus.

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Technisches zur Umfrage • Links und Quellen zum Thema
Befragt wurden 1.530 Personen ab 16 Jahren in Gesamtdeutschland zwischen dem 1. und 11. September 2014.

Hoempage des Instituts Allensbach

Wer spazieren geht, stirbt gesünder. Plädoyer für eine oft unterschätzte Form der Therapie: den Spaziergang.

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