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Pro und Contra Schutzimpfung. Ein Rückblick auf die Schweinegrippe

Pro und Contra Schutzimpfung. Ein Rückblick auf die Schweinegrippe

Auch wenn die Hysterie um die damals grassierende Schweinegrippe schon einige Zeit zurückliegt, so ist der folgende Bericht wahrscheinlich zu jeder Zeit aktuell: Vor dem damaligen Impfstart gegen die Schweinegrippe schilderte Arzthelferin Susan L. die Situation für die Praxen. Sie bat, ihren richtigen Namen nicht zu nennen.

Angeblich also hätte es am 26.10.2009 losgehen können mit den Impfungen gegen die Schweinegrippe. Angeblich waren die Läger gefüllt, anscheinend grünes Licht vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) und der Regierung – fehlte eigentlich nur noch, dass die Patienten mitspielten und die Ärzte. Ein Bericht aus der Praxis, ein Bericht aus einer Praxis. Die Namen aller Beteiligten wurden geändert.

Die Schutzimpfung gegen die Schweinegrippe wurde jedem ans Herz gelegt

„Am Freitag (23.10.; Anmerkung des Autors) wedelte der erste Patient mit der Zeitung. Da stehe, der Impfstoff sei vorhanden, er wolle jetzt geimpft werden. Aber der Impfstoff ist tatsächlich noch nicht da. Jedenfalls war er’s nicht am Freitag.“ Arzthelferin Susan L. aus einer niederbayerischen Kleinstadt erzählt von dem Verwirrspiel, das damals den ohnehin schwindlig machenden Gesundheitssektor erfasst hatte. „Unser Apotheker im Haus hat mich dann aufgeklärt.“ Und diese Aufklärung hatte es in sich.

„Natürlich kann eine Praxis schon den Impfstoff ordern“, hatte ihr Apotheker Alexander G. erläutert. Er glaube nur nicht, dass das so einfach werden würde, weil die Gebinde des Pharmaunternehmens Novartis Packungsgrößen von 500 Stück vorsähen! Welcher Arzt wollte sich das antun?

Wohin mit den Restbeständen des Impfstoffes, wenn Nebenwirkungen der Schutzimpfung auftreten?

500 Impfeinheiten! Rein theoretisch vielleicht nicht zu viel, das hängt sicherlich von der Größe der einzelnen Praxis ab. Doch noch waren viele Bürger skeptisch. Wer würde das bezahlen müssen – Patient oder Kasse?

Und überhaupt: Laut bild.de wollte sich im Herbst 2009 nur jeder Zehnte gegen das Virus impfen lassen. Was würde dann mit den nicht verbrauchten Vakzinen (Impfstoffen) geschehen, wenn sich die ersten Nebenwirkungen von Pandemrix und Celtura einstellen würden, jenen beiden georderten, aber nicht ausreichend getesteten Impfstoffen?

Ein gefundenes Fressen für die Medien? Eine Katastrophe für die geschädigten Mediziner und Patienten?

Ihre Chefin, so Arzthelferin Susan L., hatte sich bei ihren Kollegen umgehört:

„Ein Allgemeinmediziner hat sich angeboten, ein Gebinde zu kaufen und mit anderen Ärzten zu teilen. Aber das widerspricht der Budgetierung durch die Krankenkassen: Wie soll das verrechnet werden?“

Fassen wir zusammen: Am Montag, 26.10.2009, beginnt die Schutz-Impfung gegen eine Krankheit, die einerseits ihre speziellen Tücken hat (zum ersten Mal kann ein Virus vom Tier auf den Menschen ‚springen‘), ansonsten aber durchaus vom funktionierenden Immunsystem des Körpers bekämpft werden kann, solange man nicht zu einer der Risikogruppen gehört, nämlich alt ist, besonders jung ist oder schwanger.

Auch damals gab es Medikamente gegen die Schweinegrippe ohne belastende Zusatzstoffe

Da es keinem der beteiligten Unternehmen gelungen war, Impfstoffe in ausreichender Zahl herzustellen, hatte man den vorhandenen Impfstoff gestreckt wie der Dealer an der Ecke: Aus einem verträglichen Impfstoff war ein so genanntes adjuvanziertes Medikament geworden, ein Medikament mit Wirkungsverstärkern, den Adjuvanzien. Wirkungsverstärker sind aber immer auch ‚Nebenwirkungs-Verstärker‘.

Viele Fachleute hatten und haben Bedenken gegen diese adjuvanzierten Impfstoffe. Diese Fachleute allerdings sitzen nicht bei der Bundesregierung, denn noch Anfang September behauptete das BMG, es gebe keine klinischen Daten aus den USA, dass Wirkstoffe ohne Verstärker ausreichend schützen.

Das aber stimmt so nicht, folgt man den Äußerungen von Alexander S. Kekulé, Institutsdirektor und Professor für Medizinische Mikrobiologie in Halle, auf tagesspiegel.de.

Die Bundeswehr beispielsweise tat in dieser Situation das einzig Richtige: Ihre Angehörigen erhielten jenen Impfstoff, der ausreichend schützt und weniger Nebenwirkungen mit sich bringt!

Was der mündige Patient tun kann bei Verdacht auf Schweinegrippe

Und wie soll sich nun der normale Patient verhalten? Noch einmal Kekulé: „Bei dem bereits gekauften Impfstoff Pandemrix wird das milchig-weiße Adjuvans erst kurz vor der Injektion vom Arzt zugemischt. Prinzipiell könnte er den Wirkungsverstärker auch weglassen und dafür die vierfache (bei Kindern zweifache) Dosis verabreichen. Das einzige, was hierfür fehlt, ist eine formale Genehmigung.“ (zitiert nach ‚Impf-GAU bei der Schweinegrippe‘ vom 14.10.09 auf tagesspiegel.de)

Und solange der Patient nicht zu den genannten Risikogruppen gehört (über 60 oder unter sechs Jahre alt bzw. schwanger ist), kann er sich gegen Grippe impfen lassen mit den Wirkstoffen, die seit Jahren erpobt, auf dem Markt und gut verträglich sind. Ein gesundes Immunsystem wird mit der Schweinegrippe fertig.

Es gilt zu beachten, dass ein sanawiki-Artikel nicht den Rat eines Experten (beispielsweise eines Arztes) ersetzen kann, will oder soll. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an eine Person Ihres Vertrauens.

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