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Schimmelpilz: Gefahr durch Gartenarbeit

Schimmelpilz: Gefahr durch Gartenarbeit

Viele Allergien „lieben“ die warme Jahreszeit. In klimatisch wärmeren Phasen blühen sie auf – sehr zum Leidwesen der Betroffenen, die sich auf kältere Tage freuen. Doch wer darauf hofft, er bleibe nach der warmen Jahreszeit von Allergien verschont, der irrt.

Das Deutsche Grüne Kreuz ev. V. warnt: Im Herbst kann die Belastung durch Schimmelpilzsporen ansteigen; das macht dann besonders Allergikern zu schaffen.

Belastung durch Schimmelpilzsporen steigt im Herbst an

Zum Ausklang des Sommers blühen so manche Gräser; Kräuter wie Beifuß und Spitzwegerich gesellen sich zu den blühenden Pflanzen: Sie senden ihre Pollen aus.

Pollen wirken als Allergene, das heißt, sie alarmieren unser Immunsystem. Wenn unser Immunsystem auf diese Substanzen (über-)empfindlich reagiert, leiden wir Menschen. Wir niesen, haben tränende Augen, verstopfte Nasen, eine schuppige Haut und was es sonst noch so alles an Auswirkungen gibt.

Menschen, die auf Pollen allergisch sind, kennen meist den Kalender in und auswendig. Sie wissen, wann welche Pflanze blüht, und können sich darauf einstellen. Sie halten ihre Medikamente bereit, sie gehen seltener in der Natur spazieren, und im Garten arbeiten sie meist nur abends oder in den frühen Morgenstunden – dann also, wenn der Pollenflug noch nicht eingesetzt hat.

Gefahren für Allergiker gehen aber auch von anderen Gartenarbeiten aus! In abgestorbenem Pflanzen beispielsweise fühlen sich Schimmelpilze wohl. Bei den für den Herbst typischen Gartenarbeiten werden diese Sporen aufgewirbelt – und eingeatmet. Typische Gartenarbeiten im Herbst sind

  • Laub fegen bzw. Laub rechen
  • Rasenmähen
  • Umsetzen eines Komposthaufens.

Menschen mit einer Schimmelpilzallergie leiden dann unter den charakteristischen Symptomen wie Niesanfällen, Fließschnupfen, tränenden Augen, Husten oder gar Atemnot.
Vor allem hochgradig sensibilisierte Schimmelpilzallergiker sollten deshalb auf die typischen Gartenarbeiten verzichten. Und auch wenn es schwerfällt: Auch Waldspaziergänge sollten Schimmelpilzallergiker unterlassen. Die Wege voller gefallener bunter Blätter bilden für sie eine enorme Gefahr.

Verhaltensmaßnahmen bei einer Schimmelpilzallergie

Schimmelpilze finden sich quasi überall; nach den Pollen, dem Hausstaub und den Tierhaaren sind sie die häufigsten Allergene. Schimmelpilze bestehen aus einem Flechtwerk feinster Fäden. Im Freien finden sich besonders viele dieser Fäden im Kompost- und Laubhaufen; es gibt sie im Rasen, in landwirtschaftlich genutzten Gegenden und feuchten Wäldern.

Bei Tätigkeiten im Freien sollten Allergiker einige Dinge beachten.

  • mähen Sie möglichst nicht selbst den Rasen
  • entfernen Sie keine fauligen Pflanzenteile
  • meiden Sie ausgedehnte Spaziergänge im Wald! Das gilt besonders für neblige Tage oder nach einem Regen
  • meiden Sie Gegenden, in denen Getreide geerntet wird!

Unser Tipp für Schimmelpilzallergiker

Falls Sie als Allergiker einen Komposthaufen anlegen wollen, stellen Sie ihn so weit wie möglich vom Haus entfernt auf. Mindestens genauso wichtig: Als Allergiker sollten Sie einen Komposthaufen niemals selbst umsetzen.

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