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Sonnenbrand: So schützen Sie sich am besten

Sonnenbrand: So schützen Sie sich am besten

Die Sonne ist der Verursacher von Sonnenbrand. Nichts liegt also näher, als sich erst gar nicht im Sonnenlicht aufzuhalten, und tatsächlich ist das immer noch der beste Schutz vor einem Sonnenbrand. Ganz besonders gilt das für Risikogruppen.

Zu den Risikogruppen zählen hellhäutige Typen, Senioren, Kleinkinder und Säuglinge mit ihrem lange noch nicht ausgebildeten Eigenschutz der Haut.

Aber auch bestimmte Medikamente erhöhen unsere Empfindlichkeit für das Sonnenlicht. Wer Antidepressiva nimmt, Antibiotika oder Rheumamittel, sollte sich bei seinem Arzt oder Apotheker erkundigen, ob diese Medikamente Einfluss nehmen auf den körpereigenen Hautschutz.

Was Sie tun können, wenn Sie ein Sonnenbrand ereilt hat

Bei einer Verbrennung ersten Grades ist nur die oberste Hautschicht betroffen.

Anzeichen auf der Haut: Leichte bis mittelstarke Rötung jener Hautpartien, die der Sonnenstrahlung ausgesetzt waren. Diese Partien unterscheiden sich deutlich von den bedeckten, meist noch weißen Körperstellen. Die gerötete Haut brennt, sie spannt oder sie juckt – das nimmt jeder Mensch unterschiedlich wahr.

Nach der Heilung bleiben keine Spuren (Narben) zurück.

Bei einer Verbrennung zweiten Grades können zu der Hautrötung (Grad 1) Bläschen auf der Haut hinzukommen. Auch eine feuchte und glänzende Fläche spricht für Grad 2. Die Haut ist deutlich rot und schmerzempfindlich.

Anzeichen auf der Haut: Die Strahlung ist jetzt deutlich weiter in den Körper eingedrungen. Die Gefäßwände sind so weit geschädigt, dass Flüssigkeit austreten kann – die Bläschen sind eine Art Schutzfunktion des Körpers, damit die betroffenen Stellen nicht offenliegen und Angriffsflächen bieten für Keime und Bakterien.

Verletzungen des 2. Grades heilen ebenfalls ohne Narbenbildung.

Die Verbrennung dritten Grades zerstört die betroffenen Hautpartien und reicht bis in die tieferen Hautschichten. Nach der Abheilung bleiben Narben zurück.

Anzeichen auf der Haut: Trockene Haut, lederartig anzusehen, weiße bis bräunliche Farbe. Irritierend für die Betroffenen: Oft scheinen die betroffenen Stellen unempfindlich zu sein – zerstörte Schmerzrezeptoren senden eben keine Signale aus und leiten den Schmerz nicht weiter.

Ist die Haut verkohlt, spricht man von Verbrennungen des vierten Grades. So weit wird es bei einem Sonnenbrand nicht kommen. Verbrennungen dieses Ausmaßes können nur durch Hauttransplantion geheilt werden.

Nicht immer erkennt man einen Sonnenbrand an der Hautveränderung. Hellhörig werden muss man auch immer dann, wenn sich nach einem Aufenthalt in der Sonne folgende Symptome melden:

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Kreislaufbeschwerden
  • Schüttelfrost
  • Fieber
  • Bewusstseinstrübung

Bei diesen Anzeichen ist es nie verkehrt, einen Arzt zu konsultieren, denn sie können Hinweise auf einen Sonnenstich sein.

Sonnenbrand wie Verbrennungen behandeln

Verbrennungen des ersten und zweiten Grades behandeln Sie am besten mit kühlenden Essenzen, Gels und Salben; sie unterstützen den Heilungsprozess der Haut und lindern die Beschwerden.
Verbrennungen des dritten und vierten Grades sind unmittelbar lebensbedrohlich und gehören in die Hände von Fachleuten.

So hilft die Schulmedizin bei Sonnenbrand
Schwere Verbrennungen gehören in die Hände von Medizinern. Nicht immer ist die Schwere eines Sonnenbrands für den Laien zu erkennen; wenden Sie sich deshalb an Ihren Hausarzt, wenn die Schmerzen und/oder Symptome nach einem Aufenthalt in der Sonne nicht verschwinden.

In besonderem Maße gilt das für Kinder mit Anzeichen eines Sonnenbrands! Sie, besonders aber Kleinkinder und Säuglinge, sollten möglichst überhaupt keinen Sonnenbrand bekommen. Hier sind die Eltern und ihre Fürsorge gefordert.

Der Arzt wird, um die Entzündung der Haut zu hemmen oder zurückzudrängen, meist mit einem Kortisonpräparat behandeln. Bei aller Kritik am Kortison: Das Hormon und Medikament ist mit einer extrem hohen Wirksamkeit gesegnet!

Ayurveda bei Sonnenbrand
Die ayurvedische Medizin, bei der es sich um einen Spezialfall der traditionellen Chinesischen Medizin handelt, also um eine sogenannte Ethno-Medizin, verwendet gegen die Auswirkungen des Sonnenbrands den Saft aus den Blättern der Aloe Vera.

Die „Kaiserin der Heilpflanzen“ stammt aus kargen Wüstenregionen und hat im Laufe der Evolution gelernt, sich mit den notwendigen „Lebens-Stoffen“ selbst auszustatten. Die Aloe Vera besitzt Substanzen in außergewöhnlicher Fülle: Rund 160 Stoffe konnte die Wissenschaft bisher identifizieren: Polysaccharide, Vitamine, Enzyme, Mineralstoffe, Aminosäuren und sekundäre Pflanzenstoffe.

Homöopathie bei Sonnenbrand
Folgende homöopathische Mittel werden bei Sonnenbrand empfohlen:

  • Belladonna bei rotem und heißem Gesicht
  • Cantharis bei Bläschenbildung und wenn der Sonnenbrand schmerzt
  • Urtica urens bei stechenden oder brennenden Schmerzen
  • Ferrum phosphoricum bei einem Sonnenbrand in Verbindung mit leichtem Fieber

Phytotherapie bei Sonnenbrand
Echinacea. Eine Salbe aus dem Sonnenhut senkt die Infektionsgefahr bei sich ablösender Haut.
Pappelknospen. Eine Salbe mit Auszügen der Pappel gilt als entzündungshemmend und antibakteriell. Sie fördert die Wundheilung.
Kamillenblüten. Die Kamille ist ein „Allrounder“ und hilft ähnlich wie die Pappelknospe.
Eichenrindenextrakt. Als Zusatz in einem höchstens lauwarmen Bad kann der Eichenrindenextrakt Entzündungen verhindern und die Wundheilung unterstützen.

Feinstoffliche Therapien bei Sonnenbrand
Lavendelöl lindert Schmerzen. Ein paar Tropfen auf einer kalten Kompresse, ein paar Tropfen in einem höchstens lauwarmen Bad. Verdünnt mit Mandel- oder Jojobaöl dürfen ein paar Tropfen Lavendelöl auch direkt auf die vom Sonnenbrand betroffenen Hautpartien aufgetragen werden.

Physikalische Therapien bei Sonnenbrand
Gegen Verbrennungen nach einem Sonnenbrand helfen kühlende Umschläge oder Kompressen mit entzündungshemmenden pflanzlichen Mitteln (siehe oben).

Ein „Klassiker“ aus der Rubrik der Hausmittel sind kühlende Quarkumschläge. Streichen Sie den Quark fingerdick auf ein sauberes Baumwolltuch, und legen Sie es auf die Verbrennungen.

Auch wasserhaltige Gelees oder Lotionen wirken kühlend und damit schmerzlindernd.

Was bisher geschah …
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